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Über

Ich bin eine sensible kleine, zierliche Elfe gefangen in dem monströsen Leib eines Nilpferdes.

Kein Scherz!

Wenn ich mich selbst beschreibe fällt mir eine Menge ein:

- schonungslos ehrlich am liebsten mit mir selbst

- bejammere mich selbst

- neige zu Zynismus 

- bin jedoch nicht völlig humorlos (bilde ich mir ein)

- bin auch noch nicht völlig verblödet

Man sieht das Leben meint es nicht schlecht mit mir. Ich bin 51 Jahre alt und hege die Hoffnung nach dem Klimakterium zu einem hormonfreien ausgeglichenem Leben zurück zu finden.

Bis dahin kämpfe ich gegen meine depressiven Versimmungen, meinem Übergewicht und den Nebenwirkungen einer langfristigen Cortisonbehandlung mit sinnlosem Aktivismus, Selbstmitleid und der stillen Freude  hin und wieder einen positiven Gedanken zu finden.

Alter: 60
 


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Blog

Abschied

Dieses Jahr ist für mich das Jahr des Abschieds. In den letzten 2 Monaten sind 3 Menschen aus meiner nächsten Umgebung verstorben. Zuletzt ist gestern meine Mutter gegangen.

Plötzlich hat sich viel verändert, soviel Vertrautes  fällt plötzlich weg. Jede Woche bin ich zu meiner Mutter gefahren und habe für sie gekocht. Mahlzeiten die sie gewohnt war , die sie wegen ihrer Gebrechlichkeit nicht mehr selbst zubereiten konnte. Vieles davon hat mich immer wieder in meine Jugend versetzt.

Jetzt werde ich diesen Tag zur Verfügung haben, nicht mehr überlegen was ich ihr zubereite. Wir haben viel gelacht, uns an viele Begebenheiten zurückerinnert. Wir waren eine große Familie.

Seit Papa verstorben ist vor etwas über 4 Jahren war sie um so mehr Mittelpunkt dieser Familie, wir haben uns wenn, dann meist bei ihr getroffen. Wir sind sechs Geschwister, jeder lebt seit Jahren sein eigenes Leben. Wir haben wenig Berührungspunkte, außer meiner Mutter eben und sie ist nun gegangen. Seit letztem Sommer war sie müde, sie ist 91 Jahre alt geworden. Oft sagte sie, sie wolle einschlafen. Trotzdem konnte sie genießen, Freude finden an kleinen Dingen.

Ein Kollege hat mir eine Karte geschrieben, darauf stand:

 

Wie ein Weber hast du mein Leben zu Ende gewobe,

du schneidest mich ab wie ein fertig gewobenes Tuch.

Jes.38,12

 

Ich glaube meine Mutter verstand sich auch als fertig gewebtes Tuch und ist zufrieden.

Und ich........

Ich nehme Abschied, wieder mal mit Schmerzen und Tränen den Verlust betrauernd.

Ich habe nun beide Eltern verloren, ich bin niemandes Kind mehr.

25.2.09 22:25, kommentieren

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Winter

Letzte Nacht hat es ständig geschneit. Jedesmal wenn ich aus dem Fenster sah, ich hatte Nachtdienst, fielen still weiße Flocken und verzauberten die Welt. Ich hoffte, das wenn ich nach Hause fuhr der Zauber erhalten bleibt. Wie man sieht ist auch in tieferen Lagen ein bißchen Schne liegen geblieben.

Die Welt sieht mit Schnee so sauber aus, alles wirkt estwas stiller als sonst. Ich freu mich dran solange es welchen gibt.

 

 

16.2.09 14:11, kommentieren

Lichtblicke

Nachtdienst, mal wieder..........

Jetzt habe ich die Zeit  zu schreiben. Die letzten Tage und Wochen waren angefüllt  mit Traurigkeit, Selbstzweifeln und wie sollte es anders sein mit Selbstmitleid.

Dazu beigetragen haben auch Schicksalsschläge und Krankheit, die mich doch ziemlich umgeworfen haben. Nicht zu vergessen das Dilemma meiner Hormonschwankungen durch das Klimakterium.

Umso befreiender ist es zu spüren, das meine Stimmung wieder so viel heller und freundlicher geworden ist, auch mir selbst gegenüber.

Ich bin immer noch das elfengleiche Nilpferd, innerlich bin ich recht filigran und sensibel.

Wie nennt man eigentlich ein übergewichtiges Elfchen? Ich finde Zwölfchen oder Zwölfeinhalbchen wäre passend :-) .

Es fällt mir um vieles leichter damit umzugehen. Die depressive Verstimmung ist im abklingen, dank Hormonpflaster.

Es gibt wieder positive Gedanken ich freue mich auf den Frühling, Sonne und viel Licht.

 

15.2.09 01:02, kommentieren

Sport



Heute war ich beim Orthopäden, obwohl mir klar ist, woher meine Beschwerden kommen.

Der Arzt meinte er wolle mir ja nicht zu nahe treten, aber ich sei sehr adipös.

Gut jetzt weiß ich wenigstens woran es liegt, ich meine, da muß man erst mal drauf kommen !!!!

Nach einem kurzen Anflug von Ärger meldete sich mein inneres Elfchen und gab ihm recht. OK ich weiß ja selbst ,das es Zeit wird etwas zu tun und Cortison hin oder her irgendwas muß ich tun.

Sport, so der Vorschlag des Orthopäden, sei hilfreich. Nun gut, auf dem Weg nach Hause machte ich mir darüber so meine Gedanken.

Schwimmen wäre das Beste, dachte ich so bei mir. Im Wasser fühlt man sich schwerelos, Bewegung kann so recht angenehm sein. Ein hübscher neuer Badeanzug wäre sicher auch eine nette Motivation. Am Samstag nehme ich mir vor , werde ich das gleich in Angriff nehmen.

Genau, schon für den Gedanken an Sport sollte ich mich belohnen und Shoppenist da eine gute Maßnahme . Meine Freundin begleitet mich sicher gern und wir haben sicher viel Spaß.

Außerdem , im Wasser achtet keiner auf meine ausladenden Proportionen. Ich klopfe mir im Geiste begeistert auf die Schulter.Ich sehe mich schon schwerelos durchs Wasser gleiten, allein bei dieser Vorstellung fühle ich mich leicht und beweglich.

Ein elfengleiches Nilpferd eben.

22.1.09 00:09, kommentieren