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Abschied

Dieses Jahr ist für mich das Jahr des Abschieds. In den letzten 2 Monaten sind 3 Menschen aus meiner nächsten Umgebung verstorben. Zuletzt ist gestern meine Mutter gegangen.

Plötzlich hat sich viel verändert, soviel Vertrautes  fällt plötzlich weg. Jede Woche bin ich zu meiner Mutter gefahren und habe für sie gekocht. Mahlzeiten die sie gewohnt war , die sie wegen ihrer Gebrechlichkeit nicht mehr selbst zubereiten konnte. Vieles davon hat mich immer wieder in meine Jugend versetzt.

Jetzt werde ich diesen Tag zur Verfügung haben, nicht mehr überlegen was ich ihr zubereite. Wir haben viel gelacht, uns an viele Begebenheiten zurückerinnert. Wir waren eine große Familie.

Seit Papa verstorben ist vor etwas über 4 Jahren war sie um so mehr Mittelpunkt dieser Familie, wir haben uns wenn, dann meist bei ihr getroffen. Wir sind sechs Geschwister, jeder lebt seit Jahren sein eigenes Leben. Wir haben wenig Berührungspunkte, außer meiner Mutter eben und sie ist nun gegangen. Seit letztem Sommer war sie müde, sie ist 91 Jahre alt geworden. Oft sagte sie, sie wolle einschlafen. Trotzdem konnte sie genießen, Freude finden an kleinen Dingen.

Ein Kollege hat mir eine Karte geschrieben, darauf stand:

 

Wie ein Weber hast du mein Leben zu Ende gewobe,

du schneidest mich ab wie ein fertig gewobenes Tuch.

Jes.38,12

 

Ich glaube meine Mutter verstand sich auch als fertig gewebtes Tuch und ist zufrieden.

Und ich........

Ich nehme Abschied, wieder mal mit Schmerzen und Tränen den Verlust betrauernd.

Ich habe nun beide Eltern verloren, ich bin niemandes Kind mehr.

25.2.09 22:25

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